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Webdesign

Webagentur auswählen: woran Sie ein gutes Angebot erkennen

Der Unterschied zwischen Webagenturen liegt selten im Design. Er liegt in drei Punkten: ob der Preis vor dem Projekt feststeht, ob im Angebot steht was nicht enthalten ist, und ob es einen verbindlichen Liefertermin gibt. Wer diese drei Antworten hat, kann Angebote vergleichen. Wer sie nicht hat, vergleicht Bildschirmfotos.

Die drei Wege, und wer welches Risiko trägt

Bevor Sie Angebote lesen, hilft es zu wissen, welches Modell Sie überhaupt vor sich haben. Es gibt drei, und sie unterscheiden sich vor allem darin, wer das Risiko trägt, wenn es länger dauert als gedacht.

ModellWer trägt das RisikoWann es passt
StundensatzSie. Jede Rückfrage und jede Korrekturschleife verlängert die Rechnung.Wenn der Umfang wirklich offen ist, etwa bei einer laufenden Betreuung
FestpreisDie Agentur. Verschätzt sie sich, ist das ihr Problem.Wenn der Umfang beschreibbar ist, also bei fast jeder Unternehmensseite
Baukasten mit BetreuungGeteilt. Günstig im Einstieg, aber Sie zahlen dauerhaft und sind an das System gebunden.Wenn Sie wirklich nur eine einfache Visitenkarte brauchen

Keines der drei ist unseriös. Aber wenn Ihnen jemand einen Stundensatz nennt und auf die Frage nach der Endsumme ausweicht, haben Sie kein Angebot, sondern eine Absichtserklärung.

Was in einem belastbaren Angebot steht

Ein gutes Angebot ist kurz, aber es beantwortet diese Punkte ohne Nachfragen:

  • Der Preis, und ob er fest ist oder eine Schätzung. Beides ist in Ordnung, aber es muss dastehen.
  • Der Umfang in Zahlen: wie viele Seiten, wie viele Sprachen, welche Funktionen.
  • Was nicht enthalten ist. Dieser Punkt fehlt in den meisten Angeboten und ist der wichtigste.
  • Der Liefertermin, und woran er hängt. Meist an Ihren Texten und Bildern.
  • Die laufenden Kosten nach dem Start, aufgeschlüsselt statt in einer Sammelposition.
  • Wem die Seite am Ende gehört, einschließlich Domain und Zugängen.
Ein Angebot, das nur aufzählt was enthalten ist, verkauft Ihnen einen Wunsch. Eines, das auch aufzählt was nicht enthalten ist, verkauft Ihnen ein Projekt.

Warnzeichen, die sich später rächen

Die folgenden Punkte sind keine Kleinigkeiten. Jeder einzelne davon kostet Sie später Geld oder Zeit:

  1. Die Domain läuft auf die Agentur. Domain und Hosting-Zugänge gehören Ihnen, immer. Sonst können Sie den Anbieter nicht wechseln, ohne die Adresse zu verlieren.
  2. Kein Liefertermin, nur „zeitnah“. Ein Termin ist eine Zusage. Eine Formulierung ist keine.
  3. Rechtstexte werden nicht erwähnt. Impressum und Datenschutzerklärung sind in Deutschland Pflicht, nicht Zubehör.
  4. Keine Rede von Mobilgeräten. Der größere Teil Ihrer Besucher kommt vom Handy. Wenn das im Angebot nicht vorkommt, ist es nicht eingeplant.
  5. Der Preis ist auffällig niedrig und die Betreuung auffällig lang. Dann zahlen Sie nicht für die Seite, sondern für ein Abo, aus dem Sie schwer wieder herauskommen.

Was Sie selbst mitbringen sollten

Der häufigste Grund, warum ein Projekt sich verzögert, ist nicht die Agentur. Es sind fehlende Inhalte. Wenn Sie diese vier Dinge vorbereiten, wird jedes Angebot günstiger und jeder Termin realistischer:

  • Was Sie anbieten, in eigenen Worten, ohne Marketingsprache. Drei Absätze reichen.
  • Wen Sie erreichen wollen. Wer soll anrufen oder schreiben, und warum?
  • Bilder, die Ihnen gehören. Eigene Fotos schlagen jedes Stockbild.
  • Zwei oder drei Seiten, die Ihnen gefallen, und ein Satz dazu, was Ihnen daran gefällt.

Sechs Fragen, die Sie stellen sollten

Stellen Sie diese Fragen im ersten Gespräch. Die Antworten sagen mehr als jedes Portfolio:

  1. Steht der Preis vor dem Start fest, oder rechnen Sie nach Aufwand ab?
  2. Was ist ausdrücklich nicht enthalten?
  3. Wann ist die Seite online, und wovon hängt der Termin ab?
  4. Was kostet es im Monat, nachdem sie fertig ist?
  5. Gehören mir Domain, Zugänge und Design nach der Übergabe?
  6. Was passiert, wenn ich in zwei Jahren wechseln möchte?

Wie wir das handhaben

Wir arbeiten zum Festpreis: drei Pakete von 890 € bis 2.890 €, Lieferung in vier Tagen, keine Stundenabrechnung. In jedem Paket steht, was enthalten ist, und darunter steht, was nicht enthalten ist. Nach der Übergabe gehören Ihnen Design, Inhalte, Domain und Zugänge; eine Bindung an uns entsteht nicht. Die Wartung für 19 bis 69 € im Monat ist optional.

Bevor Sie etwas beauftragen, bauen wir Ihnen kostenlos eine Vorschau Ihrer Seite. Sie entscheiden anhand von etwas Sichtbarem statt anhand eines Angebots. Wenn Ihnen die Vorschau nicht gefällt, war es unsere Zeit und nicht Ihr Geld.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob ein Angebot zu teuer ist?

Nicht am Betrag, sondern am Verhältnis zum Umfang. Fünf Seiten für 6.000 € sind teuer, dreißig Seiten mit Mehrsprachigkeit und Anbindungen für denselben Betrag sind es nicht. Vergleichen Sie deshalb Seitenzahl, Sprachen, Funktionen und Liefertermin, und erst danach den Preis.

Ist eine örtliche Agentur besser als eine, die remote arbeitet?

Für die Qualität macht es keinen Unterschied, denn die Arbeit passiert ohnehin am Rechner. Örtliche Nähe hilft, wenn Sie Fotos vor Ort brauchen oder persönliche Treffen bevorzugen. Sie kostet aber oft mehr, weil Termine und Anfahrt mitbezahlt werden.

Was ist ein fairer Preis für eine Unternehmensseite?

In Deutschland liegen seriöse Angebote für eine kleine Unternehmensseite meist zwischen 890 € und 5.000 € einmalig, plus 15 € bis 70 € im Monat für Domain, Hosting und Pflege. Deutlich darunter bedeutet meist ein Baukasten-Abo, deutlich darüber meist ein größerer Umfang als Sie brauchen.

Sollte ich die Texte selbst schreiben?

Schreiben Sie den ersten Entwurf selbst, in Ihren eigenen Worten. Niemand kennt Ihr Angebot besser. Das Überarbeiten, Kürzen und Strukturieren kann die Agentur übernehmen; das ist schneller und günstiger, als wenn sie bei null anfangen muss.

Was, wenn ich mit der Agentur nicht zufrieden bin?

Klären Sie vorher zwei Dinge schriftlich: wem Domain und Zugänge gehören, und wie viele Korrekturschleifen enthalten sind. Wenn beides geregelt ist, können Sie im schlimmsten Fall mit Ihrer Domain gehen und verlieren nur die Zeit, nicht die Adresse.

Nächste Station

Was kostet eine Website? Preise, laufende Kosten und was den Preis treibt

Eine ehrliche Aufstellung mit konkreten Zahlen: Festpreis, laufende Kosten, die drei üblichen Wege im Vergleich und woran Sie einen fairen Preis erkennen.

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